BUDOKAN Kampfkunstverein Dietfurt e. V.

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Kommentar zum Training

 

In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das traditionelle Karate in vielen Fällen leider dem Streben nach Macht, Anerkennung und Erfolg untergeordnet. Verbandsbürokraten bestimmen heute vielfach über in Jahrhunderten gewachsene Werte.

Manche so genannte Meister, die angeblich das “Do” leben, scheuen sich nicht, die Werte des Do, wie Toleranz, Bescheidenheit, Großmut und Nachsicht, mit Füßen zu treten. Sie wollen hoch hinaus, im wahrsten Sinne des Wortes und ohne Rücksicht auf andere. Ihr Wort ist Gesetz, Meinungen untergeordneter Graduierungen sind nicht gefragt.

Selbsternannte “Hüter und Bewahrer" des Budo versuchen mit allen Mitteln, das Eindringen in ihre Domäne zu verhindern, und sprechen nichtorganisierten Vereinen und Privatpersonen das Recht auf eigene Entwicklung ab. Unabhängigen Schulen, wie wir in Dietfurt, die sich weder irgendeinem Verband noch einem Großmeister anschließen wollen, sind Häme und Spott solcher Leute sicher.

Jeder kann, unter Beachtung der bestehenden Gesetze, tun und lassen was er will. Wir wollen Kampfkunst trainieren wie wir es wollen. Einfach, weil wir große Freude daran haben, so zu trainieren, wie wir es für richtig halten. Und weil es uns egal ist, was andere über uns denken und sagen.

Ich bin stolz auf meine Schüler, weil sie nicht nur gute Vertreter unserer Kampfkunst sind, sondern auch gelernt haben, vor anderen Menschen Respekt zu haben. Wir brauchen kein Kotau*!

Johann Toth

*Kotau ist die Bezeichnung für einen sehr ehrerbietigen, untertänigen, Gruß in China. Der Grüßende wirft sich vor dem zu Begrüßenden nieder. Dabei hat er einen gebührenden Abstand einzuhalten und berührt mehrmals mit der Stirn den Boden.